125 Jahre IG Metall – Gemeinsam für ein gutes Leben

Hier ein wirklich gutes Jubiläums-Video der IG-Metall zum 125jährigen Bestehen. Die Erzählstruktur finde ich sehr gut: der Film beginnt mit aktiven Metallern, die in hochwertig gesetzten Interviews in Studio-Situaton über ihre persönlichen Erfahrungen und die Relevanz der Gewerkschaft sprechen. Erst dann kommt der historische Abriss, der aber immer wieder von Statements der Metaller durchwoben ist. Geschichte ist so immer auf die Gegenwart bezogen, das finde ich sehr gut gemacht.

Visuell sind neben der inszenierten Studiosituation vor allem die Animationen und Bearbeitungen des historischen Archivmaterials herauszuheben. Da haben die Produzenten sich ganz viel Mühe gegeben und zahlreiche verschiedene Visualisierungen und Templates verwendet: viele Fotos mit pseudo-3D, eine Zeitleste mit Animation, ein Zeitungsanimation mit Videos und noch viel mehr. Ist vielleicht stellenweise etwas viel des Guten und für die etwas älteren Gewerkschafter sicher zu unruhig, aber trotzdem finde ich das gelungen.

Einzeiges Manko ist vielleicht die Länge. 9 Minuten sind einfach zu lang für’s Netz. Ich hätte da eine Version für Soziale-Medien gemacht, die in der Anfangssequenz der Intervies und auch bei der Historie stark eingekürzt gewesen wäre, auf ca. 3 bis 4 Minuten. Und ich hätte parallel dazu diesen 9-Minüter für die Gala, für Veranstaltungen, für Multiplikatoren und für internen Gebrauch eingesetzt.

(460)

Video Bewerten:

Visuelle Qualität
1
Qualität des Drehbuchs
1
Kommunikationsziel
1
Durchschnitt:
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About The Author
- Die Idee zu noncommercials.de ist von Michael Truckenbrodt. Er ist Produzent und Geschäftsführer der Filmproduktion TIME PRINTS KG in Berlin und produziert Dokumentarfilme, Werbung und - am allerliebsten - Filme für Non-Profit-Organisationen.

1 Kommentar

  • Profilbild von JanH
    JanH
    Reply

    Alles Elemente, die wir auch oft benutzen. Stilistisch sauber und hochwertig. Man sieht in der Qualität der Bilder die Zeit die da war, um die Sachen so aufwändig zu machen. Erinnert an unsere SPD Filme für die Ausstellung zur 150 Jahr-Feier und an unsere Interviews. Clean White Background soll eine Ehrlichkeit verkaufen wie bei den Dove-Spots. Ich finde das funktioniert.
    Gut ist auch dass es in dem langen Bogen von 10 Minuten noch funktioniert. In dem Moment, wo man keine Lust mehr auf die Interviews hat, kommt das Erklärstück. Dann wieder Rücksprung. Dadurch verweben sich die Teile und führen zu einer finalen Aussage hin. Auch im Web kann ein Film mal so lang sein.

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